Bild: In den Restaurants in Rorschacherberg zaubern die Küchenchefs ein kulinarisches Feuerwerk auf die Teller.

Rorschacherbergs kulinarische Genüsse

Autor: Rudolf Hirtl
Für gutes Essen muss man nicht weit reisen. Beim Streifzug durch unsere Gemeinde ist alles zu finden, was das Herz begehrt. Das Angebot reicht vom bürgerlichen Klassiker oder exklusivem Gourmetschmaus bis hin zu Snacks und Desserts.

Die Spargelsaison dauert noch bis 24. Juni, dem sogenannten Spargelsilvester. Für Spargelfreunde sind es Wochen des Glücks. Kein Wunder also, dass Mark Schläpfer, Geschäftsführer vom Restaurant Rebstock, ein Lächeln im Gesicht hat, als er nach seinem Lieblingsgericht gefragt wird: «Spargeln, in allen Variationen». Neben Spargel sind in der Speisekarte unter anderem Rebstock-Klassiker wie Grillspiesse, Rindstartar und Pouletbrüstli, aber auch Zanderknusperli, Käsespätzli, Wienerschnitzel oder vegetarische Gerichte zu finden. Bei Gästen am beliebtesten ist laut Küchenchef Marco Blume das St. Galler Schweins-Cordonbleu.

Besonders begehrt sind die Plätze auf der Terrasse mit traumhafter Aussicht über den Bodensee. Eine Reservation empfiehlt sich. Mark Schläpfer sagt, sein persönliches Anliegen sei es, eine gute Küche anzubieten, die bezahlbar sei. Heutzutage sei vieles teurer geworden, das lasse sich nicht ganz ausklammern. Man versuche, das möglichst intelligent abzufedern. «Die Speisekarte ist gut durchdacht», ergänzt Marco Blume, «so verwenden wir Komponenten, die man mehrfach brauchen kann, um möglichst keine Lebensmittel zu verschwenden. Ein Schweinsnierstück beispielsweise kann man für Schnitzel, Cordonbleu oder Spiess benutzen.» Regionalität sei wichtig und werde bei den Zutaten berücksichtigt, aber nicht nur.

Die Frische der Kräuter auf dem Teller

Seit fünf Jahren ist Simon Romer Küchenchef im Schloss Wartegg. Die Philosophie des Hauses ist vorgegeben, biozertifiziert, nachhaltig und möglichst regional. Diese Vorgaben kombiniert Romer mit einer faszinierenden Kräuterküche und schafft damit einmalige Aromen. Die Zutaten dafür kommen einerseits aus dem Schlossgarten, wo neben Gemüse, Beeren und Blumen auch Kräuter angebaut werden: Mediterrane Arten (Thymian, Rosmarin, Lavendel), klassische Küchenkräuter (Basilikum, Petersilie, Schnittlauch, Fenchel) und aromatische Waldkräuter wie Bärlauch oder Waldmeister. Andererseits liefern regionale Produzenten Fisch, Fleisch oder Käse. «Wir wollen den Garten auf den Teller bringen. Das ist im Frühling besonders spannend, wo neben Kräutern auch Blüten aller Art zur Verfügung stehen», sagt Simon Romer, als er zusammen mit Nachwuchsköchin Lena Weder im Schlossgarten wilden Fenchel schneidet.

Mittlerweile finden die Plätze im Restaurant und im romantischen Gastgarten reissenden Absatz. Die Speisekarte kommt bei den Gästen ausgezeichnet an, wobei laut Lena Weder das handgeschnittene Tatar vom Black Angus Weiderind besonders häufig bestellt wird. Ein Selbstläufer war es nicht immer, denn zu Beginn musste Romer mit seinem Team gegen das «Körnlipicker»-Image ankämpfen. «Es wurde erzählt, bei uns gäbe es nur vegane Gerichte», so der Küchenchef. Ein Blick in die Speisekarte zeigt schnell, dass auch Fisch- und Fleischgerichte serviert werden. Bei der Frage nach ihrem Lieblingsessen müssen sie schmunzeln, denn bei beiden ist es Käsefondue.

Handgemachte Glace Made in Rorschacherberg

Noch bis Ende Juni kann man im Schloss Wartensee das gut bürgerliche Essen von Küchenchef David Gomisch und seinem Team bei herrlicher Aussicht auf den Bodensee geniessen. Danach wird das Schloss, das 2020 sein 777‑jähriges Bestehen feierte, umgenutzt.

Lust auf italienische Küche? Kein Problem, im Ristorante & Trattoria Ochsen gibt es knusprige Steinofenpizza, frische Pasta oder Fleischspezialitäten. «Unsere Leidenschaft gilt der italienischen Küche, die wir mit viel Liebe und traditionellen Rezepten auf den Teller zaubern», sagt Levin, Sohn von Küchenchef Nicola Carnevale. Seit eineinhalb Jahren werden regionale Zutaten und solche, die von italienischen Produzenten geliefert werden, verarbeitet.

Etwas Süsses Made in Rorschacherberg. Kein Problem. Wie wäre es mit einem Shorley-Sorbet oder einem Heidelbeer-Panna-Cotta-Milcheis von Sepp’s Glace? Neu steht einer der 24-Stunden-Glace-Automaten auch bei der Badeanlage Hörnlibuck. In der Manufaktur in Rorschacherberg werden alle Sorten von Sepp’s Glace mit erstklassigen und natürlichen Rohstoffen, ohne chemische Konservierungsmittel oder Farbstoffe, hergestellt.

Nicht zu verachten: Ein Picknick im Grünen mit toller Sicht auf den See. Alle Zutaten dafür gibt es bei der Breitenmoser Appenzeller Fleischspezialitäten AG beim Ochsenkreisel und bei der Bäckerei Motzer an der Goldacherstrasse, wo man ein Stück Kuchen gleich vor Ort im Café geniessen kann.

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