Aliya, Leonie und Finnegan, ihr habt euch alle für die Aufnahmeprüfungen an die Kantonsschule angemeldet. Warum eigentlich?
Finnegan: Vielleicht möchte ich einmal ein Studium an der Universität absolvieren, vielleicht aber auch eine Berufslehre als Hochbauzeichner mit Berufsmatura machen. Die Aufnahmeprüfung gibt mir mehr Zeit, mich für meinen Weg zu entscheiden.
Aliya: Ich möchte mit einem Studium meine Zukunftschancen verbessern, obwohl das auch mit einer Berufslehre möglich wäre. Ich gehe gerne zur Schule und weiss aktuell noch nicht, für welche Berufslehre ich mich entscheiden würde.
Leonie: Bei mir ist es ähnlich wie bei Aliya. Ich gehe wirklich gerne zur Schule und weiss noch nicht, welche Berufslehre ich absolvieren würde. Ich möchte die Chance nutzen, um später zu studieren.
Habt ihr euch für die Aufnahmeprüfungen besondere Ziele gesetzt?
Leonie: Ich möchte die Kantiprüfung einfach bestehen. Wenn es für eine 4.5 reicht, bin ich zufrieden.
Aliya: Ich habe mir meine Ziele sogar aufgeschrieben. In den Sprachen möchte ich eine 4.5 schaffen, aber in Mathematik habe ich etwas weniger hohe Erwartungen an mich selber. Da würde mir aufgrund der Vornoten sogar eine ungenügende Leistung reichen.
Finnegan: Am wichtigsten ist für mich, dass ich die Aufnahmeprüfung bestehe. Aber ungenügende Noten möchte ich irgendwie vermeiden.
Für welches Schwerpunktfach an der Kantonsschule habt ihr euch entschieden?
Aliya: Ich habe mich für «Biologie und Chemie» entschieden, weil ich das spannend finde und später einmal Ärztin werden möchte.
Finnegan: Bei mir ist es ebenfalls «Biologie und Chemie». Ich mag diesen Fachbereich und sehe darin auch meine Stärken, so dass ich hoffentlich viele spannende, neue Dinge dazulernen kann.
Leonie: Und ich habe mich für das Schwerpunktfach «Wirtschaft und Recht» angemeldet, weil ich später gerne etwas in Richtung Jura machen und Rechtsanwältin werden möchte.
Weisst du auch schon, was du später einmal studieren möchtest, Finnegan?
Finnegan: Nein, für mich ist noch alles offen. Es gibt so viele interessante Studienrichtungen.
Wie bereitet ihr euch auf die Aufnahmeprüfungen vor? Gibt es besondere Strategien?
Leonie: Ich bin mega froh, dass wir an der Schule einen Vorbereitungskurs besuchen und mit Dossiers alles repetieren und lernen können. Wichtig sind auch die alten Aufnahmeprüfungen, mit denen man arbeiten kann.
Aliya: Auch ich besuche den Vorbereitungskurs an der Steig. Und alles, was man auswendig lernen muss, schaue ich mir regelmässig an, zum Beispiel französische Vokabeln oder deutsche Sprichwörter.
Finnegan: Der Vorbereitungskurs gibt einem wirklich einen sehr guten Überblick und die Lehrpersonen erklären uns alles nochmals. Dazu lerne ich mit den Unterlagen, die wir im Unterricht verwenden, wenn ich sehe, dass ich noch nicht alles verstanden habe.
Ist euch in der bisherigen Schulzeit auch schon mal eine Prüfung total misslungen?
Leonie: Ich hatte in Mathematik auch schon einen richtigen «Abschiffer», aber das hat sich dann wieder ausgeglichen.
Finnegan: In einer Mathematikprüfung hatte ich schon mehr als einmal ein totales Blackout. Eigentlich hatte ich alles verstanden, aber an der Prüfung war es dann plötzlich weg.
Aliya: Auch bei mir betrifft es die Mathematik. Da gab es schon Themen, die ich gar nicht verstanden habe.
Und kennt ihr Prüfungsangst?
Aliya: Nein, Angst vor Prüfungen habe ich nicht.
Finnegan: Ich auch nicht. Manchmal mache ich mir zu viel Stress, was eigentlich unnötig ist.
Leonie: Bis jetzt geht es ziemlich gut, aber an der Kantiprüfung werde ich schon etwas nervös sein, weil es ein wichtiger Moment für meine Zukunft ist.
In diesem Jahr fliessen erstmals die Vornoten der Sekundarschule ins Ergebnis der Aufnahmeprüfungen ein. Wie ist das für euch Schülerinnen und Schüler und wie geht ihr damit um?
Leonie: Gute Vornoten beruhigen mich etwas, aber ich denke nicht, dass ich deswegen anders lerne. Man muss zu einem sehr grossen Teil an der Aufnahmeprüfung trotzdem gut sein.
Aliya: In Mathematik bin ich nicht so gut. Die Vornoten beruhigen mich deshalb sehr.
Finnegan: Die Vornoten nehmen auch von mir etwas Stress weg. Je besser die Vornoten, desto kleiner ist der Leistungsdruck an der Aufnahmeprüfung.
Wie fühlt sich die Vorstellung an, vier weitere Jahre zur Schule zu gehen und anschliessend jahrelang an einer Hochschule oder Universität zu studieren?
Finnegan: Ich gehe gerne zur Schule und so ist für mich diese Vorstellung nicht so tragisch. Klar, wenn man eine Berufslehre macht, hat man die erste Ausbildung früher abgeschlossen.
Aliya: Ich habe ausgerechnet, dass ich bis zum Abschluss des Medizinstudiums ab jetzt noch etwa zwölf Jahre zur Schule gehen und studieren werde. Aber auch ich finde das überhaupt nicht schlimm, wenn man Freude daran hat.
Leonie: So etwas macht man nur, wenn man gerne zur Schule geht. Trotzdem finde ich es krass, dass wir noch mehr als zehn Jahre zur Schule gehen, während die Kolleginnen und Kollegen in etwas mehr als einem Jahr mit ihrem Job anfangen. Aber zu wissen, dass auch ich das Studium irgendwann geschafft haben werde, ist sehr motivierend.
Wie wird es euch gelingen, am 9. März an der Kantonsschule für die Aufnahmeprüfung auf den Punkt bereit zu sein?
Leonie: Das frage ich mich manchmal selber. Ich habe Respekt davor, dass ich einen Blackout haben könnte. Ich versuche deshalb, jetzt möglichst viel zu lernen und es in den letzten Tagen vor der Prüfung etwas entspannter und ruhiger anzugehen.
Aliya: Bei mir ist schon etwas Stress da, aber ich muss ehrlich sein und sagen, dass ich erst vor einigen Wochen mit dem Lernen angefangen habe. Was ist das Schlimmste, das passieren könnte? Ich bestehe die Aufnahmeprüfungen nicht und dann geht das Leben in der Sekundarschule weiter und ich werde es ein Jahr später nochmals versuchen oder einen anderen Weg einschlagen. Das finde ich beruhigend.
Finnegan: Momentan bin ich fast nur am Lernen. Damit ich nicht in Prüfungsangst verfalle, sage ich mir, es sei wie bei normalen Prüfungen. Die Angst kommt auf, weil man nur eine einzige Chance hat. Aber man darf sich nicht verrückt machen lassen oder sich überlegen, was alles passieren könnte, sonst geht es schief. Am Schluss muss man beruhigt sein und ich werde in der letzten Nacht vor den Aufnahmeprüfungen sicher nicht bis um Mitternacht lernen.
Herzlichen Dank für dieses Interview. Wir wünschen euch und den anderen Kandidatinnen und Kandidaten viel Glück und Erfolg.
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